Wie alles begann… September 2023
Hallo, mein Name ist Sarah
Die Tierliebe wurde in unserer Familie schon immer gross geschrieben. Wir sahen die Tiere immer als unsere Freunde und liebten es, Zeit mit ihnen zu verbringen. Diese Liebe wurde im Laufe meines Lebens immer tiefer und mein Gespür für die Tiere immer sensibler.
Als ich im Sommer 2023 mit meinem Freund nach Serbien reiste, freute ich mich und war neugierig, was dieses Land zu bieten hatte. Leider dauerte es nicht lange, bis wir den ersten Strassenhund antrafen. Je weiter wir ins Landesinnere fuhren, desto mehr Tierleid konnte ich vom Auto aus sehen. Es war schrecklich, diese vielen Tiere, die da herrenlos herumliefen und auf den Strassen ums Überleben kämpften. Wir gingen in ein Restaurant und da kamen die Hunde an den Tischen vorbei. Ganz anständig und freundlich bettelten sie um Essen. Mein ganzes Fleisch gab ich den Hunden und kämpfte mit meinen Tränen. Als wir gingen, war da ein junger Hund, am liebsten hätte ich ihn mitgenommen, aber wir mussten weiter. Einen kurzen Moment überlegte ich, wollte zurück um ihn zu holen, aber wir haben ihn nicht mehr gefunden. Von diesem Moment an, hatte ich den Tunnelblick. Ich machte mir so Vorwürfe, dass ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört hatte. Es gab für mich nichts anderes mehr, als diesen Hund zu suchen und den Tieren zu helfen. Es war ein entscheidender Moment in meinem Leben. Ich konnte nicht einfach so weiterleben, als hätte ich dieses Leid niemals gesehen. Ich rief meine Mama an und fragte sie, ob sie mit mir einen Tierschutzverein gründet. Weil meine Mama ein riesiger Schatz mit grossem Herz ist, sagte sie ohne zu zögern sofort zu. Mein Freund fuhr mit mir jeden Tag und jede Nacht die Gegend ab. Wir suchten den Hund und haben verschiedene Organisationen kontaktiert. Team Pfote war sofort zur Stelle und hat uns ihre Hilfe angeboten. Leider konnten wir den Hund nicht mehr finden. Wir kauften Futter und haben 2 Wochen lang jedes Tier gefüttert, das wir angetroffen haben. Es war so heiss, etwa 40 Grad. Wir boten jedem Tier Wasser an und jedes nahm es dankbar an. Es brach mir das Herz, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr für diese armen Geschöpfe tun konnte. So beschloss ich, gleich nach meiner Heimreise mit der Gründung zu beginnen. Ein paar Monate später, freute ich mich, dass wir schon einige Schritte geschafft hatten. Der Verein steht und wir haben tolle Menschen mit Herz kennengelernt, die uns auf verschiedene Weise unterstützen. Vielen Dank an alle, die diesen Weg mit uns gehen. Es ist eine sehr emotionale und kraftraubende Arbeit, aber jeder einzelne, schöne Moment mit einem Tier gibt uns wieder neue Energie und motiviert uns, für Tiere zu kämpfen, denen es nicht gut geht.
Wenn ihr euch mit den Tieren auch so verbunden fühlt wie wir, dann helft uns, gegen diese Windmühlen anzukämpfen.
Der erste Glückspilz ist auf dem Weg zu uns. Wir freuen uns auf Mali und hoffen, dass er gesund und munter bei uns ankommt.

Mali hat einen Freund Louis, an dem er sehr hängt. Wir haben in unserem Umfeld gefragt, ob jemand Interesse an ihm hat. Ein paar Tage später haben wir entschieden, dass wir Louis auch zu uns holen. Wir wollten sie nicht trennen, uns war wichtig, dass sie zusammenbleiben dürfen.

